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Frank Schäfer

WOOD
STOCK
’69

~

DIE LEGENDE

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek:

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© 2009 Residenz Verlag
im Niederösterreichischen Pressehaus
Druck- und Verlagsgesellschaft mbH
St. Pölten – Salzburg – Wien

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Inhalt

Geht doch mal drei Tage lang spazieren

Eine Nation entfremdeter junger Leute

Ein neuer Morgen

Fünfhunderttausend Heiligenscheine

All diese göttlichen Kameras

Dank & Bildnachweis

Anmerkungen

Geht doch mal drei Tage lang spazieren

Im Sommer 1969 las man in allen szenewichtigen Publikationen der USA eine Mail-Order-Anzeige für eine Art Happening. »Hunderte Morgen Land zum Wandern«, heißt es da in der Überschrift. Darunter die freundliche Aufforderung: »Geht doch mal drei Tage lang spazieren, ohne einen Wolkenkratzer oder eine Verkehrsampel zu sehen. Lasst einen Drachen steigen, legt euch in die Sonne. Kocht euch das Essen selber und atmet saubere Luft. Zeltet draußen: Wasser und Toiletten sind vorhanden. Zelte und Campingartikel gibt es im Campinggeschäft.«1

Es ist wohl auch ein Festival, aber zunächst erfährt man nur, dass die Musik am Freitag um vier Uhr nachmittags beginnt. Die Kunstausstellungen, der Schmuck-, Klamotten- und Antiquitäten-Markt, die angebotenen Workshops und natürlich das grandiose Naturerlebnis sind den Veranstaltern augenscheinlich eher der Rede wert. Und das bald darauf gedruckte, berühmt gewordene Plakat mit der Friedenstaube auf einem naiv stilisierten Gitarrenhals enthält nun zwar eine vorläufige Liste der auftretenden Bands, aber um die zu erkennen, muss man schon ziemlich nah herantreten. Es sollte eben von Anfang an mehr als ein Konzert sein – ein Stammestreffen, eine Kirchenversammlung, eine Manifestation des gerade angebrochenen Wassermann-Zeitalters, mithin eine Messe und Leistungsschau der kontemporären Gegenkultur: »Woodstock Music & Art Fair presents An Aquarian Exposition in White Lake, NY«, steht da im oberen Drittel, schwarz auf rotem Grund, und unter dem erwähnten Hippie-Piktogramm noch etwas deutlicher, was hier zu erwarten ist: »3 Days of Peace and Music«.

Angeblich haben die Verantwortlichen 200.000 Dollar allein für Werbung ausgegeben. Und das wird bemerkt. Noch bevor die erste Eintrittskarte weggeht – 7 $ kostet die Tageskarte, 13 $ das Ticket für zwei Tage, 18 $ das für die vollen drei Tage – gibt es bereits Gerede in der Lower East Side von New York, wo die linke Subkultur situiert ist: Mit einem Event wie Woodstock werde die gerade richtig Fahrt aufnehmende politische Bewegung verraten und verkauft.

Aber wenn das nun schon einmal der Fall ist, dann will man wenigstens mitverdienen. Abbie Hoffman, neben Jerry Rubin der führende Repräsentant der Youth International Party, der sogenannten Yippies, setzt sich mit den Veranstaltern in Verbindung, vielmehr zitiert er sie zu sich, und verlangt 10.000 Dollar, damit er still hält und die Veranstaltung nicht mit Aktionen unterwandert. Er bekommt sein Geld. Man erinnert sich noch allzu gut an den Ärger, für den er und seine Mitstreiter im Jahr zuvor beim Parteitag der Demokraten gesorgt haben. Ende August 1968 nominierte die Partei in Chicago ihren Präsidentschaftskandidaten – den gegen Nixon schließlich chancenlosen Hubert Humphrey –, während Rubin, Hoffman und andere in einem mehrtägigen situationistischen Straßentheater-Spektakel einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickten: »Mr. Pigasus«. Der Name deutet es an – ein Schwein! Chicagos Bürgermeister Richard Daley reagierte auf diese hübsche Provokation der politischen Klasse, wie von den Yippies erhofft und erwartet. Er greift hart durch. Seine Schergen, über 20.000 Polizisten, Soldaten und Nationalgardisten, liefern sich Abend für Abend Straßenschlachten mit den Demonstranten. Erst fünf Tage zuvor sind sowjetische Truppen in der Tschechoslowakei einmarschiert, um Prag zu besetzen. Eine Koinzidenz, die Hoffman und Rubin in einer Pressekonferenz weidlich ausschlachten. Von »Tschechago« ist die Rede. Aber die anwesenden Journalisten, die von den außer Rand und Band geratenen Truppen ebenfalls Prügel beziehen, sind nicht weniger empört über die polizeistaatlichen Methoden Daleys. Hunter S. Thompson schreibt später, für ihn sei die Woche schlimmer gewesen »als der schlimmste Acid-Trip, von dem ich je gerüchteweise gehört hatte. Sie hatte meine Hirnfunktionen für immer verändert, und mein erster Gedanke – als ich mich schließlich beruhigt hatte – war die absolute Überzeugung, dass es für mich nicht mehr die geringste Möglichkeit gab, einen Waffenstillstand mit einer Nation aufrechtzuerhalten, die in der Lage war, eine bösartige Monstrosität wie Chicago auszubrüten und voller Stolz zu hätscheln.«2 Für die Yippies ist das sowieso keine Frage. Sie feiern »Die Schlacht von Tschechago« als bestandene Bewährungsprobe für die sowieso demnächst ausbrechende Revolution. »Yippies setzten Mülltonnen in Brand und stießen sie auf die Fahrbahn, lösten Feueralarm aus, legten den Verkehr lahm, warfen Fensterscheiben mit Steinen ein, inszenierten ein Chaos«, schwärmt Jerry Rubin. »Polizeiwagen, die uns einzeln in die Hände gerieten, wurden mit Steinen zur Strecke gebracht.«3

Die Verantwortlichen wissen also ziemlich genau, wen sie da vor sich haben – und dass sie gut daran tun, auf Hoffmans Forderungen einzugehen. Das bestätigt ihnen auch der linke Radikalinski Andrew Kopkind gleich nach dem Festival noch einmal. »Die Veranstalter müssen gespürt haben, welche Verantwortlichkeiten sie übernahmen«, schreibt er ein paar Tage nach dem Festival bereits in seiner Zeitung »Hard Times«. »SDS, Newsreel und Underground-Zeitschriften bekamen Tausende von Dollar, damit sie an dem Festival teilnahmen, und man räumte ihnen exponierten Raum in ›Movement City‹ ein: dahinter stand der Gedanke, sie würden das Wochenende gegenkulturell legitimieren und ihre Aktivitäten seien so innerhalb des Systems zu kanalisieren. Sie kauften die Idee.«4

Vermutlich ist alles viel weniger abgekartet gewesen, als Kopkind und andere angenommen haben, denn dieser »grundsätzliche innere Widerspruch des Festivals«, die Mischung von Big Business und Hippie-Aktionismus, lässt sich ziemlich einfach zurückführen auf die gemischte Gesellschaft der Veranstalter. Vier Personen waren an der Grundsteinlegung des Woodstock-Mythos maßgeblich beteiligt, zwei Freundespaare: die beiden New Yorker Sakko-Träger John Roberts und Joel Rosenman zum einen; zum anderen Michael Lang und Artie Kornfeld, zwei hippe, szenegeschulte Exponenten der Counterculture. Der totale Erfolg von Woodstock, auf der symbolischen Ebene genauso wie nur wenig später auch auf der monetären, resultierte wohl ebenfalls aus diesem Verschnitt diverser Interessen und Kompetenzen.

John Roberts schreibt Mitte der 60er Jahre Expertisen für eine kleine Maklerfirma und macht überdies seinen Abschluss an der Annenberg School of Communication in Philadelphia. Ihm gefällt die steife, langweilige Wall Street-Umgebung nicht. Er findet sein Studium interessanter, spielt mit dem Gedanken, sich aus der Geschäftswelt zurückzuziehen, zu schreiben – und kann sich den Spaß auch leisten. Von seiner Mutter hat er Anteile an dem Pharmakonzern des Großvaters geerbt – und so verfügt er schon mit 21 Jahren über eine Barschaft in Höhe von einer Viertelmillion Dollar.

Joel Rosenman, der Sohn eines Zahnarzts, hat zu jener Zeit gerade sein Jura-Studium beendet, arbeitet in einer Anwaltskanzlei und macht die Nächte durch als Gitarrist in einer semi-professionellen Rockband, die bald so oft gebucht wird, dass sie seinen Brotjob in Mitleidenschaft zieht. Roberts und Rosenman wohnen zusammen. Sie kennen sich vom Golfplatz und sind schon befreundet, bevor sie nach New York ziehen, um sich hier ein Appartement zu teilen. Sie beschließen, eine kreative Auszeit zu nehmen und zusammen eine Sitcom zu schreiben – über zwei Geschäftsleute mit viel Geld, die zusammen ein paar Abenteuer im Business erleben. Da sie über zu wenig Erfahrung auf diesem Feld verfügen, setzen sie eine Annonce ins »Wall Street Journal«: »Junge Leute mit unbeschränktem Kapital suchen interessante, gesetzlich zulässige Geschäftsideen.«5

Unter den 7000 Zuschriften befinden sich neben dem üblichen krausen Zeug, »essbaren Golfbällen« und »Kraftquellen aus der achten Dimension«,6 auch ein paar vielversprechende Ideen. Man kommt mit Leuten aus dem Umfeld der Musikindustrie ins Gespräch, die ein Studio in New York gründen wollen. Roberts und Rosenman steigen ein, leihen sich Geld und stellen Kontakt her zu anderen Teilhabern. Das Media Sound-Studio wird eingerichtet und nimmt im Sommer 1967 sogleich relativ erfolgreich den Betrieb auf. Anderthalb Jahre später, im Februar 1969, bekommen Roberts und Rosenman einen Anruf von einem befreundeten Anwalt, der sie bittet, sich mit seinen beiden Klienten Michael Lang und Artie Kornfield zu treffen. Die beiden hätten ebenfalls vor, ein Aufnahmestudio einzurichten, aber in Woodstock, und bräuchten dafür Kapital und vor allem geschäftlichen Rat.

Michael Lang ist ein kleiner Drogendealer mit großen Ambitionen; er hatte in Florida 1966 einen Head Shop eröffnet, eines dieser Fachgeschäfte für Hippie-Bedarf mit Dope als Bückware, und das avancierte bald zum Zentrum der Gegenkultur in der Umgebung. Lang verlegte eine kleine Untergrundzeitung und veranstaltete Konzerte. Seine ersten überregionalen Sporen verdiente er sich mit dem Miami Pop Festival am 18./19. Mai 1968, das nicht so bekannt wird wie andere große Konzertveranstaltungen des Jahrzehnts, Monterey oder Newport etwa, das aber auch geschätzte 100.000 Menschen anzieht und mit Steppenwolf, Mothers of Invention, Blue Cheer, Arthur Brown, Chuck Berry und nicht zuletzt Jimi Hendrix, der mit einem Hubschrauber direkt auf der Bühne abgesetzt wird, durchaus hochkarätig besetzt ist. Nicht nur der Helikopter wirkt wie eine Vorausdeutung auf Woodstock, auch hier regnet es, den ganzen Sonntag lang, und es gibt eine Menge organisatorischer Probleme. Übrigens durchaus auch finanzielle, weil im großen Stil gefälschte Eintrittskarten unter die Leute gebracht werden.

Nach diesem kommerziellen Reinfall managt Lang für eine Weile die Band eines Freundes, The Train, und geht mit ihr nach New York, wo man einen Plattendeal zu bekommen hofft. Hier trifft er auf Artie Kornfeld, der einige Zeit ziemlich erfolgreich als Songschreiber und Produzent für die Gesangsgruppe Cowsills gearbeitet hat und dann mit 25 Jahren zum Artist & Repertoire-Manager von Capitol Records aufgestiegen ist, wo er sich nun um die Ostküsten-Produktionen kümmert. Kornfeld gibt The Train eigentlich nur deshalb einen Deal, weil ihr Manager ihm so sympathisch ist. Michael und Artie haben sofort einen Draht zueinander und befreunden sich. Mittlerweile verursachen die Choleriker von Train während der Konzerte mehr Schaden, als sie Gage einspielen. Lang ist genervt und schmeißt den Bettel hin. Und auch Kornfeld fühlt sich überfordert von seinem Job – das gleiche Aussteiger-Syndrom wie beim Komplementärpärchen Roberts/Rosenman also –, und so spintisieren die beiden ein bisschen gemeinsam herum, was man alternativ machen könne. Michael Lang hat die Idee, eine Reihe von Konzerten in Woodstock zu organisieren, oder besser gleich ein großes Festival, und schließlich wird auch der Gedanke an ein Aufnahmestudio geboren.

Obwohl sie bereits ein Studio in New York betreiben, treffen sich Roberts und Rosenman mit Lang und Kornfeld – und obwohl sie gleichen Alters sind, Lang und Roberts gerade mal 23, Kornfeld und Rosenman 25, hätten die Gegensätze nicht größer sein können. Rosenman: »Wir gaben uns Mühe, wie Geschäftsleute auszusehen, in der Hoffnung solche zu werden, und sie gaben sich Mühe wie Leute aus dem Showgeschäft auszusehen, aus dem gerade angesagten Teil des Showgeschäfts, das heißt eine Menge Fransen, eine Menge Jeans, eine Menge Wildleder, eine Menge Cowboystiefel und einen ganzen Haufen Haare.«7

»Ich hatte ein paar Hits produziert und geschrieben, und sie waren irgendwie beeindruckt davon«, meint Artie Kornfeld. »Und Michael machte großen Eindruck auf sie, weil er der einzige Kerl mit langem Haar in der Gegend war. Michael sagte nicht viel, er saß einfach da und war hip. Ich war nicht gerade hip.«8 Aber er ist der Mann, der sich im Musikbusiness bestens auskennt und dafür sorgen soll, dass Capitol ihre Bands ins geplante Studio schickt. Das Studioprojekt interessiert Roberts und Rosenman allerdings gar nicht so sehr. Als man die Frage ventiliert, wie man dieses Studio in der Öffentlichkeit präsentieren könnte, damit die Musikwelt davon auch Kenntnis bekommt, schlagen Lang und Kornfeld eine Presseparty vor, auf der auch ein paar Bands der Umgebung spielen sollen. Von Bob Dylan ist damals schon die Rede. Und auch die ursprüngliche Idee eines Festivals kommt jetzt noch einmal auf den Tisch. Und das reizt die beiden Jungunternehmer schon eher. »Warum vergessen wir nicht einfach die Studio-Sache und machen ein großes Konzert«, schlägt Rosenman vor.9 Aber Lang und Kornfeld wollen sich zurückziehen aus dem eigentlichen Entertainment-Betrieb, suchen Stabilität. Angesichts fehlender Alternativen und vergleichbar potenter Geschäftspartner bleibt ihnen jedoch keine große Wahl. Sie schließen sich dem Festival-Projekt an, um anschließend mit dem Gewinn ihr Studio zu finanzieren. Für Lang der einzige Grund, warum er diese Mühe noch einmal auf sich nimmt.

Die vier gründen die Firma Woodstock Ventures und beschließen eine paritätische, also 25%-Teilhaberschaft aller Geschäftspartner. Dann schreitet man zur Tat. Kornfeld macht die gesamte Öffentlichkeitsarbeit, Roberts und Rosenman übernehmen die Verwaltung, die Abwicklung des Ticketverkaufs etc., und Lang kümmert sich um die Bühne, P.A.-Anlage, Künstler, um die physischen Belange. Die unterschiedlichen Einstellungen und Lebensweisen der Partner führen schon während der Planungsphase zu leichten Unstimmigkeiten. Lang geht Roberts und Rosenman aus dem Weg, ihre »Vibes« passen ihm nicht, er bezieht ein eigenes Büro downtown, etwas abseits von der eigentlichen Woodstock Ventures-Zentrale, auch weil er meint, dass die Künstler aus dem Unterhaltungsbereich von diesen straighten Businesstypen, dem Feindbild der Hippies, abgestoßen sein würden. Aber auch zwischen den Freunden Artie und Michael kommt es zu Reibereien. Offenbar begreift sich Lang bald – und das bis heute – als das spirituelle Zentrum des Festivals, als der Visionär, der die besondere, über den Anlass weit hinausweisende Qualität des Ganzen schon sehr früh antizipiert hat. Und so ganz falsch liegt er damit tatsächlich nicht. Michael Lang gab nicht nur den Hippie, mit seinen langen Locken, der perlenbestickten Indianertasche und Lederweste, der auf dem Festival von seinem Motorrad aus die Fäden zu ziehen versuchte, er hatte den Egalitarismus der Hippie-Doktrin verinnerlicht, billigte den Mitarbeitern Eigeninitiative zu, ermunterte sie nachgerade, und er besaß ein gutes Händchen für kompetente, professionelle Leute, die in der Lage waren, so ein Festival auf die Beine zu stellen.

So verpflichtete er mit Chip Monck nicht nur einen professionellen technischen Direktor und mit John Morris einen Stage Manager von Format, sondern auch zwei improvisationsfähige Pragmatiker, die auf der Bühne ihre Qualitäten als Masters of Ceremonies bewiesen. John Morris, der für Bill Graham im Fillmore East gearbeitet hatte und folglich sehr gute Kontakte zu den Künstleragenturen mitbrachte, war überdies nicht nur am Booking, sondern auch am Bühnendesign hauptsächlich beteiligt.

Auch mit dem Sicherheitschef traf Lang die richtige Wahl. Wes Pomeroy, ein stiernackiger Cop in den späten Vierzigern mit scharfem Bürstenhaarschnitt, hatte für Nixon gearbeitet und konnte mit Rockmusik absolut nichts anfangen, aber er unterstützte ein fortschrittliches, in diesen Jahren keineswegs gängiges Deeskalationskonzept. Zusammen mit dem Organisations-Faktotum Stanley Goldstein, Langs linker Hand, entwickelte Pomeroy die Idee der »Please Force« (anstelle einer regulären »Police Force«): Soldaten und Polizisten sollten nur außerhalb des Festival-Geländes eingesetzt werden und die eigentlichen Securitys unbewaffnet und ohne Uniform patrouillieren, vielmehr ganz leger in Jeans und in roten T-Shirts bzw. Blazer mit aufgesticktem »Peace«-Schriftzug. Diese Maßnahmen und die entsprechenden Verhaltensregeln, die man den Ordnern ans Herz legte, bewährten sich später. »Es waren wirklich Freunde und Helfer für die Öffentlichkeit, und sie halfen gut«, schrieb der Musikkritiker Paul Williams in seiner Woodstock-Nachlese. »Es waren zum größten Teil nette Typen. Sie genossen eine gute Zeit und waren nicht zu streng. Sie schluckten auch mal eine Dose, die ihnen von den Hippies geschenkt wurde.«10

Stanley Goldstein war es auch, der den Kontakt zu Wavy Gravy und dessen Hog Farm herstellte, einer – vergleichbar mit Ken Keseys Merry Pranksters – in bunten Schulbussen durch die USA ziehenden, taumelnden Hippie-Kommune, die eine drogeninduzierte, »freaky« Lebensweise mit einem ökologischen und zutiefst philanthropischen Bewusstsein verband. Die 80 Frauen und Männer werden zehn Tage vor Beginn des Festival eigens aus New Mexiko eingeflogen. Als sie in New York landen, gibt es einigen Presserummel, weil bei den Journalisten durchgesickert ist bzw. weil man ihnen eingeflüstert hat, dass die Hog Farm auch Sicherheitsaufgaben übernehmen wird. Dieser lose, drogenverwirrte Haufen soll für Sicherheit sorgen? Was ihnen dabei denn für Waffen zur Verfügung stünden, wird Wavy Gravy gefragt. »Sprudelflaschen. Sprudelflaschen und Sahnetorte«,11 antwortet er.

Zunächst aber hat man sie engagiert, um mitzuhelfen, das Gelände für das Festival vorzubereiten, während der Veranstaltung die Massen zu bekochen und sich um die vielen unerfahrenen Städter zu kümmern, für die das vermutlich die erste Nacht unter freiem Himmel sein wird. Vor allem aber wollten die Veranstalter Leute vor Ort haben, die wirklich »experienced« sind, die also etwas vom Umgang und den dabei auftretenden Problemen mit Drogen verstehen, denn allen war klar, dass es die geben würde – bei der erwarteten subkulturellen Klientel, die noch mehr als von der Musik von chemischer Unterstützung abhing. Auch das ein vorausschauender Entschluss. Die Ärzte, von den vielen Acidkranken augenscheinlich überfordert, ließen sich gern unter die Arme greifen. Sie »schauten uns zu und sahen, dass wir Erfolg hatten«, meint Wavy Gravy, »also schickten sie uns alle Ausgeflippten rüber. So florierte unser Geschäft mit ausgeflippten Mitbürgern plötzlich im großen Stil.«12

Schwierig gestaltete sich die Suche nach dem passenden Veranstaltungsort. Das einzige Areal in der Nähe von Woodstock, das die Anforderungen für ein Festival von 25-bis 30.000 Besuchern oder mehr erfüllte, lag ein paar Meilen entfernt, in Saugerties. Der Besitzer, ein Hotdog-Fabrikant, wie sich Michael Lang zu erinnern glaubt, scheint zunächst interessiert, aber dann trägt man ihm offenbar die im Umlauf befindlichen Gerüchte über die Trips einwerfenden Kids zu, vermutlich üben auch die Anwohner Druck auf ihn aus, jedenfalls lacht er Roberts und Rosenman aus, als die einen Vertrag mit ihm machen wollen, und wirft sie hinaus.

Als sich in Woodstock auch nach mehreren Erkundungsflügen mit dem Helikopter nichts mehr finden lässt, sucht man die weitere Umgebung ab. Roberts und Rosenman entdecken einen leeren Industriepark in Wallkill, der über eine gute Verkehrsanbindung und ausreichende Strom- und Wasserversorgung verfügt, dessen Geisterstadt-Ambiente aber vor allem Michael Lang stört. Das ist eine planierte Industriewüste und nicht die blühende Idylle, die er sich als Austragungsort vorstellt. Aber in Ermangelung einer besseren Alternative beginnt man mit den Verschönerungsarbeiten und dem Aufbau einer festivaltüchtigen Infrastruktur. Allein, je öfter die Einwohner mit langmähnigen, Marihuana rauchenden Halbstarken zusammentreffen, umso stärker wächst ihre Abneigung, die sie die Eindringlinge durchaus spüren lassen. »Es war zum Fürchten«, erinnert sich Carol Green, die Köchin der Woodstock-Truppe vor Ort, »besonders weil da überall Rednecks waren, die mit einem Gewehr auf dem Rücken die Straße entlang fuhren, wie wir das später in ›Easy Rider‹ sahen, und uns Schimpfnamen zuriefen.«13 Die Veranstalter versuchen die Wogen zu glätten, treffen sich mit den Honoratioren und dem Rat der Stadt, um die Ressentiments auszuräumen, aber auf Woodstock Ventures lasten einfach zu viele negative Stereotype. In ihren Reihen befindet sich so ziemlich jede Gruppe, die einen ausgemachten Hillbilly argwöhnisch werden lässt: Hippies, Großstädter und dann auch noch Juden. Als sich Lang bei einer dieser Sitzungen zu Wort meldet, raunt es auf den billigen Plätzen: »Ist das Mister oder Miss Lang?«14 Und so kann es die vier nicht mehr wirklich überraschen, als der zuständige Gebietsauschuss, Anfang Juli, also sechs Wochen vor dem geplanten Termin, das Festival schließlich untersagt.

Jetzt beginnt eine neuerliche fieberhafte Suche nach geeignetem Ersatz. Sie mobilisieren alle ihre Verbindungen und überfliegen mit einem alten Armee-Hubschrauber tagelang Upstate New York. Aber entweder sind die offerierten Grundstücke zu klein, zu schlammig, oder ihre Verkehrsanbindung ist zu schlecht. Aber dann erzählt ihnen Max Yasgurs Neffe von den Ländereien seines Onkels in White Lake, Town of Bethel, Sullivan County. Und hier gibt es alles: genügend Zufahrtsstraßen, Wälder, einige Seen – und eine 14 Hektar große, also geschätzte 350.000 Menschen fassende, pittoresk in einer leichten Talsenke gelegene Wiese. Ein »natürliches Amphitheater«,15 und sowohl optisch als auch akustisch der ideale Austragungsort für diese Art von Veranstaltung. Und so wird man relativ schnell handelseinig, für 57.000 Dollar überlässt Max Yasgur ihnen das Anwesen und räumt volle Unterstützung ein. Eine Menge Geld. Yasgur weiß offenbar ziemlich genau, was seine Ländereien zu diesem Zeitpunkt für Woodstock Ventures wert sind – oder er benötigt dringend diese Summe. Artie Kornfeld kolportiert, Yasgur habe 60.000 Dollar Schulden gehabt und kurz vor dem Bankrott gestanden. Das Angebot von Woodstock Ventures wäre demnach gerade noch zur rechten Zeit gekommen.16

Sofort wird eine Anzeige gedruckt, die den Umzug bekannt gibt und nicht mit Sottisen gegen die »Leute aus Wallkill« geizt, die entschieden haben, »uns aus der Stadt zu vertreiben, noch bevor wir eigentlich da waren. Sie hatten Angst. Wovor, wissen wir nicht. Wir sind nicht mal sicher, ob sie es wissen.« Und eine Karikatur, zwei Hinterwäldler mit Gewehren im Anschlag, ein leerer Tonkrug Fusel zu ihren Füßen, illustriert ganz hübsch die Reaktion der Anwohner.17

Auch in Bethel gibt es Widerstand, Yasgurs Frau Miriam erinnert sich an ein Schild, das jemand aus der Gemeinde an der Zufahrtstraße zur Farm aufgestellt hatte: »DONT BUY YASGURS MILK, HE LOVES THE HIPPIES«.18 Aber Yasgur hat sein Wort gegeben und seine volle Unterstützung angeboten, und er ist der Mann, der solche Versprechen hält. Einige der Mitbürger und Nachbarn von White Lake werden ihm das nie verzeihen – und sie haben ihre Gründe. Eine Woche nachdem die Massen abgerückt sind, die Aufräumungsarbeiten dauern noch weitere drei Wochen an, tut der benachbarte Farmer Clarence Townsend der »Sunday News« seinen Unmut kund: »Sie richteten eine Klärgrube auf unserem Grundstück ein. Und wir hatten am Ende keinen Zaun mehr, sie gebrauchten ihn als Feuerholz. Mein Teich ist ein Sumpf, und mein Feld nutzten sie als Latrine.«19 Die Bewohner Wallkills werden sich bestätigt gefühlt haben.

Bei den nächsten Kommunalwahlen löst ein Republikaner den bisherigen demokratischen Bürgermeister von Bethel ab; er braucht keine großen Wahlgeschenke zu machen, es reicht das Versprechen: »No more Woodstock.« Und frisch amtierend, bringt er ein Gesetz auf den Weg, das bis dato noch jede Woodstock-Revival-Veranstaltung am Original-Schauplatz verhindert hat: »Niemand darf Privatgelände für Versammlungen mit mehr als 10.000 Leuten benutzen oder benutzen lassen, ohne dass eine schriftliche Genehmigung der Stadtverwaltung das erlaubt.«20

Wie überall gibt es aber auch in White Lake tolerantere Bewohner. Paul Williams bemerkt durchaus, dass die »Leute, deren Häuser sich auf dem Festivalgelände befanden«, zunächst »sicher nicht sehr glücklich« waren. »Aber sie waren bereit, sich zu arrangieren. Ein Typ verkaufte hart gekochte Eier. Weder er noch seine Nachbarn versuchten, Leute von ihrem Rasen zu verscheuchen. Es war schwer vorstellbar, dass die Durchgangsstraße normalerweise kein Campingplatz oder Fußgängerweg war.«21

Aber alles in allem hat man Max Yasgur nicht gedankt, dass er der Stadt zu internationaler Berühmtheit und einigen Farmern, die Milch, Eier und sogar Wasser teilweise zu horrenden Preisen an die Festivalbesucher verkauften, zu einem hübschen Nebenverdienst verholfen und vermutlich auch die Grundstückspreise um Bethel herum in die Höhe getrieben hat. Max und Miriam müssen sich noch jahrelang mit zornigen Nachbarn vor Gericht herumschlagen, schließlich verkaufen sie die Farm. 1973 stirbt Yasgur an einem Herzinfarkt.

Vieles von dem, was die Veranstalter versprochen haben, ist nicht eingetreten. »Es war genauso wenig […] eine Messe wie die Französische Revolution oder das Erdbeben von San Francisco«, konstatiert der »Rolling Stone« in seiner Sonderausgabe.22 Und diese Messe, die keine ist, findet noch nicht einmal in Woodstock statt. Dass sie so heißen musste, nur so heißen konnte, auch noch, als der Umzug ins fünfzig Meilen entfernte Bethel schon längst klar war – hing mit einer Person zusammen. Woodstock war »Dylan’s Country«.23 Hierhin hatte sich der nach seinem Motorradunfall rekonvaleszente »Protestsänger«, »Prophet«, »Messias«, »Retter« seiner Generation zurückgezogen, des Erfolgs und nicht zuletzt der Vereinnahmung durch das Massenpublikum überdrüssig (und andere, etwa The Band, Blood, Sweat & Tears, Janis Joplin und ihre Kozmic Blues Band, waren ihm gefolgt). Ronnie Gilbert von den Weavers hatte ihn ein paar Jahre zuvor beim Newport Folk Festival mit den Worten angekündigt: »Und da ist er … greift zu, ihr kennt ihn ja, er gehört euch.«24 Dylan hat das damals als Menetekel verstanden, und das zu Recht. Die Öffentlichkeit ist nämlich keineswegs gewillt, seine Flucht ins Private hinzunehmen. Sein Haus in Woodstock wird belagert, er zieht kurzzeitig nach New York, aber dort geschieht das gleiche. Joan Baez schreibt sogar einen Song, in dem sie ihn auffordert zurückzukehren. Und dabei ist doch alles ein großes Missverständnis: »Ich hatte Frau und Kinder, die ich über alles in der Welt liebte. Ich versuchte, für sie zu sorgen und mich aus allem Ärger rauszuhalten, aber die Schreihälse von der Presse verkündeten unermüdlich, dass ich das Sprachrohr einer Generation sei, ihr Wortführer oder sogar ihr Gewissen. Das war eigenartig. Ich hatte immer nur Songs gesungen, die ohne Umschweife zur Sache kamen, Stücke, in denen es um kraftvolle neue Wahrheiten ging. Ich hatte sehr wenig mit der Generation gemein, deren Stimme ich sein sollte, ich wusste auch nichts über diese Generation.«25

Und dann kommt auch noch der aufstrebende Hippie-Impresario Michael Lang, will ein Festival quasi vor seiner Haustür organisieren und ihn als Headliner gewinnen. Der befreundete Fotograf Elliott Landy, der sich durch das Coverfoto für Dylans Album »Nashville Skyline« einen Namen gemacht hat in der Szene, stellt den Kontakt her. Die beiden treffen sich. Vermutlich hatte Dylan nie die Absicht, dort zu spielen. Er weiß sehr wohl von dem Widerstand der Gemeinde Woodstock, fürchtet Zurückweisungen der Nachbarn und nicht zuletzt den völligen Verlust seines Refugiums. Lang und seine Mitstreiter allerdings streuen das Gerücht, sie stünden mit Dylan in Verhandlung, und der spiele mit dem Gedanken, bei dem geplanten Festival aufzutreten. Immerhin Dylans erster Live-Gig nach seinem Motorradunfall – was für ein Schachzug. Und die Kenner und Kolporteure der Szene machen ihre Arbeit wie gewohnt gut. Die Gerüchteküche brodelt. »Viele Leute sprachen mich an, auf Bob Dylans Farm sollte ein riesiges Musikfestival stattfinden«, erinnert sich Abbie Hoffman. »Aber als ich erfuhr, was wirklich los war, dass es nicht auf Dylans Farm stattfinden würde – dass es nicht einmal in Woodstock stattfinden würde –, wusste ich, dass die Veranstaltung ein gewaltiges Ereignis werden würde, es war bereits ein solcher Mythos, dass alle Leute erstaunliche Geschichten darüber erfanden.«26

Erst viel später wird Lang mit dem »Verdacht« herausrücken, dass Dylan von Anfang an einen Exklusiv-Vertrag mit den Veranstaltern des Isle of Wight-Festivals in der Tasche gehabt habe, wo er dann auch tatsächlich zwei Wochen nach dem Woodstock-Festival seine Bühnen-Auferstehung feiert. Aber das Gerücht ist nun nicht mehr aus der Welt zu schaffen, noch während des Festivals diskutiert die Gemeinde, ob Dylan denn noch komme oder nicht.

Dylan kommt nicht, wie gesagt. Und auch ein paar andere Größen, die John Morris und Michael Lang ganz oben auf der Liste haben, fehlen am Ende. So bemüht sich Lang intensiv um die Doors, aber Jim Morrison, von Paranoia-Schüben offensichtlich derangiert, lehnt entschieden ab, weil er befürchtet, dass man ihn vor Ort umbringt. Dass ausgerechnet dieses Festival, und dann auch noch ohne seine Präsenz, sofort eine solche Aura entwickelt hat, wird er Woodstock nicht vergessen. Er reiht sich ein in die Reihe der Verächter und mag in der »Woodstock Nation« nicht mehr sehen »als ein[en] Haufen Parasiten, Babys, die noch mit dem Löffel gefüttert werden müssen«.27 Auch Jeff Beck sagt vorzeitig ab, weil ihm die angebotenen 7500 Dollar zu wenig sind. Und Iron Butterfly warten am LaGuardia-Flughafen in New York und wollen mit einem Hubschrauber abgeholt und nach ihrem Gig gleich wieder dorthin gebracht werden, aber es gibt Übermittlungsprobleme – und zur großen Freude von Michael Lang, der bei dieser Proto-Metal-Band ohnehin nur Krawall erwartet, melden sie sich nicht mehr zurück. So jedenfalls geht die entsprechende Legende.

Dennoch haben Lang und Morris mit Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez, The Who, The Grateful Dead, Arlo Guthrie, Jefferson Airplane, Blood, Sweat & Tears, Creedence Clearwater Revival, Canned Heat und Sly & The Family Stone eine aus damaliger Sicht außerordentlich illustre Besetzungsliste zusammengestellt, und das obwohl die Musik doch gar nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen soll. Viele der vermeintlichen Woodstock-Entdeckungen haben ihren Durchbruch schon gehabt. Zum Beispiel Johnny Winter – vom »Rolling Stone« gepriesen als »hundertdreißigpfündiger, schielender Albino mit langem, fließendem Haar, der so ziemlich die flüssigste Gitarre spielt, die man jemals gehört hat«28 –, der bereits als Hendrix-Nachfolger gehandelt wird und gerade von Columbia Records mit 300.000 Dollar einen enormen, folglich vielbesprochenen Vorschuss für seinen ersten Plattendeal eingestrichen hat. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Das gleiche gilt für Joe Cocker, dem die Musikpresse schon vor Woodstock den roten Teppich ausgerollt hat, ebenso für Crosby, Stills, Nash & Young. Sie bestreiten auf dem Festival zwar erst ihren zweiten offiziellen Live-Gig, aber dieses aus Mitgliedern der Hollies, Byrds und Buffalo Springfield fusionierte Quartett gehört dem Szene-Rumor zufolge längst zu den kommenden Supergruppen.

Nur wenn man wie Jan Feddersen in seinem »Woodstock«-Buch eine völlig anachronistische Perspektive einnimmt, wird man in diesem Programm vor allem »Geheimtipps« erkennen, und nur wer sich in der Zeit nicht besonders auskennt, wird Covergrößen wie Janis Joplin oder Jimi Hendrix »nicht gerade zur ersten Popgarnitur« zählen wollen.29 Feddersen scheint dem Festival einfach nicht verzeihen zu können, dass es nicht in den Siebzigern stattfindet, dass hier »noch nichts zu spüren« ist »von der krawallartigen Lust am Zerstören wie bei den Punks wenige Jahre später, nichts vom Spiel mit Images und Rollen«, wie kurze Zeit später bei T. Rex, David Bowie und Lou Reed.30 Natürlich nicht!

Wer sich die Charts der Jahre 1968/69 ansieht, wird feststellen, dass ein gutes Drittel des Spielplans mit den verkaufsstärksten Artisten der Zeit besetzt war, eine Quote, die bei keinem der Festivals davor, nicht mal beim Monterey Pop von 1967, erreicht wurde. Und danach auch erstmal eine Weile nicht. Die dritte Ausgabe des Isle of Wight-Festivals im Jahr darauf, vermutlich das größte Konzertereignis in der Geschichte der Popmusik überhaupt, hatte ein noch größeres Staraufgebot, das sich aber auch auf fünf Tage verteilte.

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