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Toni Anzenberger, Claudio Honsal · Pecorino und die Kunst des Pilgerns

Toni Anzenberger
Claudio Honsal

Pecorino

und die Kunst des Pilgerns
Ein Hund geht den Franziskusweg

Mit Fotos und Karte

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Für alle Hunde, die in Tierheimen und auf der Straße leben müssen

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek:

© 2011 Residenz Verlag

Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte vorbehalten.

ISBN ePub:

ISBN Printausgabe:

Inhalt

Prolog

„Um Pilger zu beobachten und studieren zu können, muss man selbst zum Pilger werden“ – dachten sich wohl meine beiden Weggefährten, und so machten wir uns auf die Reise: ein Fotograf, der nebenbei seit zwölf Jahren mein Herrchen ist, ein Autor, der mir Stimme und Gedanken verleiht, und ich, der ich über mein Hundeleben und am Weg Erfahrenes reflektieren soll. Was ich auch machen werde, denn weder die Suche nach Gott oder mir selbst treibt mich für ganze zwei Wochen auf meinen vier Pfoten durch den halben Apennin. Ein Teilstück des – im Gegensatz zum spanischen Jakobsweg – noch kaum bekannten Franziskusweges hat man für mich auserkoren. Auf den Spuren des heiligen Franz von Assisi. Ein kluger Mann, ein Philosoph, ein Mönch, der unsereins schätzte, ja es sogar verstand, mit Tieren zu sprechen. Der Schutzheilige der Tiere, der Landespatron Italiens.

Mit längerem Gassi-Gehen hat dieses Abenteuer allerdings nichts zu tun, denn ich soll und will meiner jahrelangen Profession als eines der bekanntesten Hundemodels Europas – wenn nicht des Erdballs – entsprechen. Na ja, vielleicht höchstens William Wegmans noble Weimaraner, die wurden noch öfter abgelichtet als ich. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Außerdem möchte ich es meinem Herrchen, dem perfektionistischsten aller Profifotografen, noch einmal beweisen, dass ich es will und kann. Das Posing vor der Kamera und das richtige Stehen im richtigen Moment. Zeigen, dass ich auch mit meinen zwölf Jahren noch lange nicht zu alt bin für einen Fotohund, nur reifer. Mal sehen, ob er nach unserer Foto-Pilger-Wanderung mit Stolz den heiligen Franziskus zitiert, der da einst sehr weise meinte: „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde. Mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

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Déjà-vu: So sieht das Strandbad Amarcord 71in Rimini heute aus. Schöner war’s 1998, wie das Buchcover zeigt.

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Dovadola: Der Cammino di Assisi kann beginnen. Pecorino (cane), Don Alfeo (padre)

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Wüste Pilgerreise: Auch das gibt es im Apennin. Bitte, Wasser!

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Andiamo: Von Dovadola bis Assisi sind es nur noch 300 Kilometer!

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Die erste Nacht: Wohlfühlen in der Luxusherberge Agriturismo Marzanella.

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Wo geht’s lang? An der Ponte della Maestà in Portico vorbei und dann bergauf.

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In Portico di Romagna ist am zweiten Tag die Welt noch ziemlich in Ordnung.

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Dschungel-Feeling: Der Weg wird zum Pfad und endet
manchmal im Dschungel-Nirvana.

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Passo della Calla: Gedenkstätte für Feuerwehrleute mit
prächtigem Ausblick über die Emilia Romagna.

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Der Weg ist das Ziel: Nur manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

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Versteckspiel: Kühlende Erfrischung im feuchten Toskana-Laub

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Toskana-Blick: Vom Höchsten Punkt des Cammino, dem 1520 Meter hohen Poggio Scali

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Schutzheiliger der Tiere: Farbenprächtige Begegnung mit Franziskus
am Weg nach La Verna

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Etappenziel: Das Felsenkloster La Verna kann nicht mehr sehr weit sein.

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Ci Vediamo: Beim Aufstieg nach La Verna treffen wir wieder
auf meine Fans aus Klagenfurt.

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Ante Portas: Begrüßung durch Pater Lorenzo vor dem Klostertor von La Verna

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Spirituell: Im Klosterhof von La Verna spürt man den Geist des heiligen Franziskus.

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Sommergefühle: Rund um die Einsiedelei von
Casella ist der Frühsommer in voller Blüte.

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Wo ist der Campari? Antiker Brunnen oder doch Werbeträger
für einen italienischen Aperitiv?

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Endlich Schatten: Auch ein Hund braucht seine
regelmäßige Regenerationsphasen.

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Eremo della Casella: Hoffentlich sieht uns hier kein Pilger!
Franziskus wird’s verzeihen. Ganz sicher!

Anreise zur ersten Etappe:
Rimini bis Dovadola

Ich hatte es, wie wir alle, noch sehr gemütlich auf der Anreise von Rimini nach Dovadola, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Die Rücksitzbank des vertrauten BMW meines Herrchens gehörte mir – mir ganz allein. Nur ab und zu am schaukelnden Wassernapf trinken, denn es war jetzt schon heiß am frühen Morgen, und der Tag sollte schließlich mit der ersten Etappe des Pilgerwegs beginnen. Also ausruhen, schlafen, schonen und ab und an aus dem Fenster die vorbeifliegende Landschaft betrachten. Eine Umgebung, die mir nicht unbekannt ist. Ich kann sie riechen, die Düfte meiner Kindheit. Ich kann sie verstehen, die spärlichen Wortfetzen, die durch die offene Rückscheibe ins Innere des Wagens dringen. Rimini, Forli, Dovadola. Die Namen sind mir vertraut, denn ich bin Italiener – Italiener von Geburt und auch als Wahlösterreicher immer noch mit Herz und Seele: geboren und aufgewachsen in der Poebene. Nicht so weit weg von der Emilia Romagna, die wir gerade durchqueren. Es war in Castagnaro, einem wirklich kleinen, verträumten Dorf in dieser für einen Welpen schier endlos anmutenden Flussebene. Zur besseren Visualisierung für Nichtortskundige stelle man sich das berühmte Dorf von Don Camillo und Peppone vor. Obwohl 100 Kilometer von meinem Geburtsort entfernt, herrscht dort nicht nur das gleiche Klima, es sieht dort auch genauso aus. So, wie eben fast jedes Dorf in der Poebene aussieht. Beschaulichkeit, Ruhe und manchmal auch unerträgliche Tristesse. An und für sich ein Paradies für Welpen. Hätte es da nicht zu viele von uns gegeben. Hundsein hat in der Region, ebenso wie in Spanien oder Griechenland, unter diesen Umständen eine völlig andere Wertigkeit. Härter ausgedrückt: keine.

Wir waren fünf Geschwister. Zu viele für diese Gegend, zu viele für einen Hof. Normalerweise, das mag jetzt sehr hart und brutal klingen, wird ein so großer, noch dazu ungeplanter Wurf von den Besitzern kurzum „entsorgt“. Und eigentlich hätten wir fünf allesamt gleich nach der Geburt im ewigen Hundehimmel landen sollen. Normalerweise. Wäre da nicht unsere sehr, sehr schlaue Mutter gewesen: Lady, eine wunderschöne, gutmütige und gelungene Mischung aus Maremmaner, diesem anmutigen und fleißigen Abruzzen-Schäferhund, und Border-Collie. Ursprünglich stammte sie aus einem Tal in den Dolomiten und wurde erst später in der Poebene ansässig. Meinen Vater kannte ich aufgrund spärlichster Besuche kaum. Filippo hat man ihn gerufen, diesen sehr schönen, weißen Labrador von einem der benachbarten Bauernhöfe. Er muss ein ziemlicher Filou gewesen sein. Die genaue Anzahl meiner Halbgeschwister, die heute noch in der Poebene oder sonstwo leben, ist mir nicht bekannt.

Aber zurück zu meiner Mutter, der weitsichtigen, klugen Hündin. Wohl wissend, was mit unerwünschten Welpen in dieser Region passieren würde, hat sie sich völlig unbemerkt kurz vor unserer Geburt in ein Erdloch verkrochen. Direkt unter dem brüchigen Geländer einer Veranda des alten Nebenhauses, welches nur noch bewohnt wurde, wenn Besuch kam und im Bauernhof der Platz zu eng wurde. Da waren wir nun, wir fünf, und keiner wusste, dass es uns gab. Lange Zeit nicht. Bis es dann zu spät war. An einem warmen, sonnigen Märztag machten wir Geschwister einen kollektiven, unerlaubten Ausflug in das weitläufige Kanalsystem rund um den Hof, und prompt wurden wir entdeckt. Die Überraschung für die Bauersleute war groß, aber auch die Freude. Denn Gott – oder auch Franziskus – sei Dank hatten unsere Frauchen und Herrchen, also alle Menschen, die da so auf dem Bauernhof lebten, immer schon ein Herz für Tiere und für Hunde im Speziellen. Alle fünf konnten wir allerdings nicht bleiben. Zu viele Hunde verunsicherten schon die Gegend und wollten auch gefüttert werden. Also wurden wir im Freundes- und Bekanntenkreis angepriesen und verschenkt. Das ursprünglich geheime Erdloch leerte sich im Laufe der Wochen, und meine Geschwister fanden alle ein neues Zuhause. Alle bis auf mich. Ich soll der kleinste und zarteste Hund gewesen sein. Das Fell, im Gegensatz zu den anderen Welpen, kurz und so ganz ohne Anzeichen vom Zottelhaar des Maremmanen. Ein Sonderling, ein Außenseiter, der immer etwas abseits von den anderen vorsichtig seine Runden drehte, und dann plötzlich ganz einsam, verlassen von den Geschwistern. Keine Spielgefährten, keinen Gesprächspartner außer meiner liebevollen Mutter. Dieser unerträgliche Zustand dauerte allerdings nur drei Wochen an. Mein Wunsch – „Die Letzten werden die Ersten sein!“ – sollte bald schon in Erfüllung gehen. Acht Wochen nach meiner Geburt kam ein Mann auf den Hof. Ein für mich fremdes Gesicht, ein neuer Geruch. Es war Liebe auf den ersten Blick; zumindest von seiner Seite aus. Ich war anfangs sehr zurückhaltend, geradezu scheu, als er schon auf mich zukam und mich sofort in sein Herz schloss. Vielleicht war es auch seine Größe, denn Toni war mit seinen 1,98 Metern der mächtigste Mensch, den ich bis dato gesehen hatte, und er trug ständig ein für mich unbekanntes Gerät mit sich herum: eine Spiegelreflexkamera.

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Lang, lang ist’s her: Mein erstes Babyfoto mit einem Monat.

Dass unser Abenteuer nun ausgerechnet in Rimini beginnt, ist kein Zufall. Es hat einen praktisch-ökonomischen und einen familiären Grund: Wir haben die Nacht vor dem Pilgerstartschuss bei Herrchens Cousine Katrin verbracht. Sie fährt uns nach Dovadola, wird Herrchens Auto übernehmen und es die kommenden zwölf Tage so behüten und bewachen, wie ich das mit meinem vollen Fressnapf zu tun pflege. Schließlich sind wir in Italien, und BMWs sollte man nicht tagelang herrenlos herumstehen lassen. Auch nicht neben einem Pilgerpfad. Katrin lebt mit ihrer Familie seit ewigen Zeiten hier am Meer. Somit ist der legendäre Adria-Badeort auch mir nicht fremd, hier kenne ich mich aus, war ich oftmals, und hier hat auch vor über einem Jahrzehnt meine Fotokarriere so richtig begonnen. Pecorino in Rimini, mein allererster Bildband, ist vornehmlich am Strand entstanden. Klar, dass wir gestern einen kurzen Abstecher zu den noch verwaisten bagni machten. Einsam wirkt die Kulisse, keine Sonnenschirme, keine Liegen und schon gar keine Sonnenhungrigen – noch steht man in den Startlöchern. Ab Juni beginnt hier die Hochsaison und damit der absolute Wahnsinn. Dann sollte man als Hund eher reißaus nehmen, obwohl es unsereins seit den 90ern hochoffiziell erlaubt ist, die Pfoten in die Meeresbrandung zu stecken. Jetzt im Mai können wir noch die Ruhe vor dem Sturm richtig genießen, genauso wie damals im Oktober vor zwölf Jahren. Bagno Amarcord 71 heißt unser Ziel. In diesem Strandbad wurden im Jahr 1998 die legendären Fotos von mir geschossen. Ein langer bunter Steg aus weißen und grünen Steinplatten vom Eingang des bagno über den feinen Sandstrand bis hin zum Meer. Bunte, grelle Farben und mitten drauf Pecorino, den Blick auf den weiten, blauen Horizont gewandt. Genau dieses Foto hat mich berühmt gemacht, genau dieses Motiv wollen wir nun nachstellen. Gott, war ich damals jung! Auch Herrchens Stimmung ist fast ein wenig nostalgisch-melancholisch. Was uns allerdings erwartet, ist mehr als ernüchternd. Die einst bunten Farben der Steinplatten sind dumpf und abgeblättert, der Sand grau, von Algen und Schwemmholz übersät. Von der Pracht des bagno ist wenig übrig. Die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Nun, wer keine Vergleichsmöglichkeiten hat, nimmt eben, was er bekommt. Aber ich kann mich nur mit Wehmut an die gute alte Zeit erinnern, an den einstigen Ruhm und Glanz von Rimini.

Erste Etappe:
Dovadola bis Rifugio Marzanella 22 km

Da waren wir nun angelangt, in Dovadola, dem Ausgangspunkt unserer Pilgerreise nach Assisi. Man kann den Weg an verschiedenen Stationen offiziell beginnen. Wir haben uns für die nördlichste entschieden, gut eine halbe Autostunde von Forli entfernt in den Bergen. In den noch sanften Hügeln, wie wir später retrospektiv anmerken werden, denn der kleine Ort liegt auf einer Höhe von lediglich 134 Metern ü.d.M. Noch war alles facile. Die Rucksäcke meiner beiden Begleiter lehnten an den altehrwürdigen Mauern der kleinen, mittelalterlichen Wallfahrtskirche. Die Sonne lachte vom Vormittagshimmel, und die Stimmung war entspannt, fröhlich, als der professionelle Teil eines jeden Franziskuspilgers seinen bürokratischen Anfang nahm. Ein Pilgerausweis musste her. Siegel und Unterschrift auf der hochoffiziellen Urkunde, die man vielleicht nach 300 Kilometern Plackerei am Ziel bekommen würde, ja erringen musste, haben wohl primär symbolischen Wert. Dennoch sollten die – in unserem Fall – dreimal 15 Euro investiert werden, um später einmal ein schönes Beweisstück für den Freundes- und Bekanntenkreis zu haben. Egal ob am spanischen Jakobsweg oder hier, es ist eine nette und auch hilfreiche Tradition geworden, sich in den Herbergen und Klöstern einen Pilgerstempel in den Pass drücken zu lassen. Vielleicht ist es auch nur ein psychologischer Krückstock, ein Schmeicheln der eigenen Seele, sich am Ende des Tages mit der jeweiligen Etappenstampiglie als „echter Pilger“ zu identifizieren. Das sollte jeder für sich entscheiden. Darüber hinaus hat dieser Ausweis auch einen sehr praktischen Nutzwert, denn beigefügt ist eine vielerprobte Wegekarte der einzelnen Tagesetappen. Grafisch gut aufgelöst, mit Kilometer- und Stundenangaben und eingezeichneten Höhenmetern. Trotz der guten Vorbereitung, der Landkarten und schwergewichtigen Reiseführer, die meine Begleiter in ihre Rucksäcke gestopft hatten, wären wir wohl schon am ersten Tag ohne die simplen, aber präzise angelegten Etappenkarten an mancher Weggabelung etwas dumm vor nicht ganz vollendeten Tatsachen gestanden.

Ausgestellt wurden uns diese Pilgerpässe von Pater Don Alfeo. Wie vieles in Italien dauerte das. Obwohl – ganz im Gegensatz zur ersten Station des Jakobswegs – keine Horde Pilger seine kleine Kirche belagerte. Genauer gesagt war es einer. Moreno, ein Physiopraktiker aus Vicenza, wie sich später herausstellte. Der durchtrainierte Mittfünfziger sollte im Laufe der kommenden Tage zu unserem „Pilgerschatten“ avancieren. Er hatte seinen Ausweis schon und machte sich eiligen Schrittes auf den Weg. Nun waren unsere drei Pässe an der Reihe, denn auch ich sollte zum offiziellen pellegrino d’Assisi geadelt werden. Ein Umstand, den sich meine beiden Begleiter als Gag unbedingt eingebildet hatten, der allerdings bei Don Alfeo vorerst Verwunderung, dann leichte Bedenken und etwas später schallendes Gelächter auslöste. Der Franziskaner konnte sich nicht daran erinnern, jemals in seiner Tätigkeit als Passaussteller einem „Nichtmenschen“ den Pilgertitel verliehen zu haben. Ein Pilger aus Berlin war vor einigen Jahren mit seinen drei Hunden auf der Wanderschaft durchgereist. Ein Holländer hatte seinen Schäferhund als Wegbegleiter mitgebracht, aber einen Hund als offiziellen Pilger, das hatte der gottesfürchtige Mann noch nie erlebt. Waren es meine treuen Augen oder die erläuternde Erklärung, dass ich doch ein berühmter Hund sei und letztendlich über Don Alfeos und Francescos Pilgerweg berichten werde – egal, ich bekam den Ausweis. Neben den genauen Angaben über Herkunft, Wohnort und sonstige Personalia fügte der überraschte, aber freundliche Gottesmann zu meinem Namen in Klammer die kurze Erklärung cane hinzu. Als hätte man auf dem obligaten Foto nicht erkannt, dass es sich bei mir nicht um ein Schäfchen oder einen Affen, sondern um einen wunderschönen Hund handelt. Um der kirchlichen Bürokratie vollends gerecht zu werden, signierte ich das Antragsformular mit einem Abdruck meiner linken Vorderpfote. Mit diesem Footprint war meine Pilgerschaft nun auch amtlich.

Auf meinen Schultern ruhte vorerst nur die Last, sich gut ablichten zu lassen. Einmal noch in meinem langen Leben als Star unzähliger farbenprächtiger Bildbände wollte ich meinem Herrchen beweisen, dass ein Hund mit zwölf Lenzen auf dem Buckel immer noch gut vor dem Objektiv agieren kann. Weder musste ich nach dem Sinn des Lebens fahnden – den habe ich längst gefunden – noch die notwendige Last meiner Wegbegleiter in Form von zwei überdimensionierten Rucksäcken tragen. 14 Kilo der Schreiber, 18 der Fotograf. Was alles in den Aufbewahrungsbehältnissen steckte und was fehlte, sollte ich im Laufe der Wanderung nur zu genau erfahren.